Renato Baumgartner
Bernhard Marti
Nadine Masshardt
Pierre Masson
Reto Müller

Aktion zum Berufsbildungsfonds

Vor dem Rathaus in Bern am Dienstag, 27. März 2007 Die JUSO führte eine Aktion zur Sensibilsierung der Grossrätinnen und Grossräte durch, damit sie ein Ja einlegen für den Berufsbildungsfonds. Leider vergelblich. Der Kampf um mehr Lehrstellen geht weiter.





Lancierung einer Petition

Jugendarbeitslosigkeit ist ein Verbrechen!

Im Juni 2005 waren im deutschen Kantonsteil noch 807 Jugendliche (6%) auf der Suche nach einer Lehrstelle. Heute, ein halbes Jahr später, sind es erfahrungsgemäss etwa die Hälfte, also immer noch 400. Dass Handlungsbedarf besteht beweisen die neusten Zahlen der Sozialhilfestatistik im Kanton Bern: Bei den unter 18jährigen im Kanton Bern sind 6,1 Prozent auf Sozialhilfe angewiesen und tragen in Bezug auf die anderen Altersklassen das grösste Sozialhilferisiko. Ihnen folgen die jungen Erwachsenen zwischen 18 und 25 Jahren mit 5 Prozent.

Diese Perspektivlosigkeit, die betroffene junge Menschen erfahren müssen, ist eine soziale Zeitbombe, die es unbedingt zu verhindern gilt!

Die JUSO Bern ist besorgt über die steigende Jugendarbeitslosigkeit und die aktuelle Lehrstellensituation in der Schweiz und im Kanton Bern. Die JUSO Bern fordert deshalb mittels Petition den Regierungsrat auf, ein Gesetz für einen kantonalen Berufsbildungsfonds auszuarbeiten.

Die Finanzierung des Fonds soll durch eine flexible Berufsbildungsabgabe von allen Unternehmen erfolgen, die keine oder zu wenig Lehrlinge ausbilden (Ausnahmen sollen z.B. bei Mikrounternehmen möglich sein). Die Abgabe soll anhand der Stellenprozente einer Unternehmung bemessen und kann der wirtschaftlichen Situation angepasst werden. Der kantonale Berufsbildungsfonds soll ergänzend zu den brachenbezogenen Berufsbildungsfonds wirken. Mit ihm sollen Trittbrettfahrer-Unternehmen, die sich aus Ihrer Ausbildungsverantwortung davonstehlen wollen, zur Kasse gebeten werden.Mit den Mitteln des Berufsbildungsfonds sollen Ausbildungsverbünde gefördert werden, damit auch kleine und Kleinstunternehmen eine Chance zur Ausbildung Jugendlicher erhalten. Ist die Lehrstellensituation zufrieden stellend, so soll der Fonds für die Förderung spezieller Ausbildungsprojekte verwendet werden können, so zum Beispiel ein Ausbildungsprogramm für behinderte Jugendliche.


Lancierung einer Petition

Die JUSO Bern hat in Zusammenarbeit mit allen JUSO-Sektionen im Kanton Bern eine Petition lanciert. Diese soll der Regierung des Kantons Bern als Denkzettel für die angespannte Lehrstellensituation dienen und Druck für die Ausarbeitung von – auch kurzfristigen – Massnahmen ausüben. Übergeben wurde die Petition am 4. April 2006. Mit rund 3000 Unterschriften.

Sammeltag vor der Gewerbeschule Langenthal 16.1.06

Am Montag, 16.01.2006, sammelten Nadine Masshardt und Reto Müller vor der Gewerbeschule Langenthal Unterschriften für die Aktion. Auch an weiteren Samstagen auf dem Markt wurde in unserer Region durch unsere Mitglieder für Unterschriften geworben. Unsere Sektion war mit 600 Unterschriften massgeblich an der erfolgreichen Einreichung der Petition beteiligt.